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Finanzwissen

Wie Dir aktives Risikomanagement hilft, Anlagefehler zu vermeiden

Die Zukunft kann man nicht vorhersehen, soviel ist Fakt. Das ständige Auf und Ab der Kapitalmärkte wird beeinflusst durch das Zusammenspiel unterschiedlichster wirtschaftlicher …

Ruhige See mit Rettungsschwimmer als Symbol für aktives Risikomanagement
Inhaltsverzeichnis
  1. So funktioniert aktives Risikomanagement
  2. So sieht es praktisch aus
  3. Sicher ist sicher
  4. Emotionaler Stress vs. Risikomanagement
  5. Mehr zum Thema Risikomanagement bei EVERGREEN findest Du hier

Die Zukunft kann man nicht vorhersehen, soviel ist Fakt. Das ständige Auf und Ab der Kapitalmärkte wird beeinflusst durch das Zusammenspiel unterschiedlichster wirtschaftlicher und politischer Faktoren und Ereignisse. Damit sich diese Schwankungen nicht zu sehr auf die Geldanlage auswirken, reagiert Evergreen aktiv auf Bewegungen an den Märkten. Wie dieses aktive Risikomanagement praktisch funktioniert, erklären wir in diesem Beitrag.

So funktioniert aktives Risikomanagement

Das Ziel von aktivem Risikomanagement scheint klar: es geht darum, Risiken zu begrenzen. Das ist allerdings nur eine Seite der Münze, denn gleichzeitig möchte man auch möglichst stark an der Rendite partizipieren. Aktives Risikomanagement ist besonders für Anleger:innen geeignet, denen Sicherheit bei ihrer Geldanlage wichtig ist. Klassische Geldanlage ist oft wie die Fahrt in stürmischen Gewässern, mal drücken die Wellen das Schiff stark nach oben und plötzlich geht es rapide wieder nach unten. Eine Geldanlage, die Risiken begrenzt, gleicht dagegen eher einer Fahrt in ruhigeren Strömen. Es geht nicht urplötzlich nach oben, aber auch – und das ist das Wichtigste – nicht tief nach unten. Schlussendlich kommen beide Schiffe im selben Hafen an, doch die Fahrt war für die Passagiere in den beiden Booten jeweils eine andere.

Genauer ausgedrückt bedeutet dies, dass aktives Risikomanagement Schwankungen beschränkt, um so die Zielrendite zu erreichen.

So sieht es praktisch aus

Die Zukunft kann man nicht vorhersehen — diese Weisheit gilt auch für das Evergreen-Risikomanagement. Unsere Fondsmanager:innen handeln nicht nach ihrem Bauchgefühl und auch Spekulationen auf mögliche zukünftige Entwicklungen spielen keine Rolle. Das Evergreen-Risikomanagement PDI (Passive Dynamic Investing) basiert auf der Anpassung der Quoten von Anleihen, Aktien und Kasse innerhalb des Fonds. Die Anpassungen passieren dabei prognosefrei und systematisch. Jeden Tag läuft im Hintergrund eine mathematische Berechnung, bei der jeweils die aktuell beste Zusammensetzung des Fonds in Bezug auf das Marktrisiko herauskommt. Das System ist sozusagen der Lotse, der unseren Fondsmanager:innen den Weg durch das Gewässer weist. Je nach Signal setzt das Fondsmanagement dies dann um und kauft oder verkauft einen Anteil einer Anlageklasse. So wird dann die für den jeweiligen Tag optimale Quote wieder erreicht. Dieser Prozess findet jeden Tag statt. Nur so kann das Schiff auf Kurs gehalten werden.

Sicher ist sicher

Ein weiterer Vorteil von wertgesicherten Anlagen ist die Planungssicherheit. Denn sowohl klassische Aktienanlagen, wie auch das Evergreen-Modell bieten Anleger:innen jeweils eine Zielrendite um die 7 %. Doch die Wahrscheinlichkeit diese Rendite zu erreichen ist bei passiven Investments geringer. Der Grund liegt auf der Hand: Wenn die Abweichung zwischen dem höchsten Kurs und dem niedrigsten Kurs (also die Schwankung) begrenzt wird, dann ist die Wahrscheinlichkeit, die Mitte zu treffen, höher.

Durch eine dynamische Anpassung der Aktien‑, Anleihenanteile und der Kasse können die Mittel bestmöglich genutzt werden. So sind zum Beispiel während der Finanzkrise die Aktienmärkte zum Teil dramatisch eingestürzt, die Staatsanleihen dagegen haben einen Boom erlebt – bedingt durch den Ankauf der Anleihen von Zentralbanken und der günstigen Geldpolitik. Es ist aber auch das Gegenteil möglich.

Dynamische Steuerung der Investition

Asset Allocation ist per Definition die Bezeichnung für die Aufteilung des Vermögens auf mehrere Anlageklassen, um eine breite Risikostreuung und gleichzeitig eine möglichst hohe Rendite zu erzielen. Oft wird auch von Vermögensallokation oder Vermögensaufteilung gesprochen.

Der Gedanke hinter dynamischen Assetquoten ist einfach: In Zeiten in denen sich z.B. die Aktienmärkte schlecht entwickeln, möchten Anleger:innen möglichst wenig Aktien besitzen, um nicht am Verlust zu partizipieren. In Zeiten, in denen die Aktien gut performen, möchten Anleger:innen möglichst viele Aktien im Depot haben, um voll am Gewinn zu partizipieren. Das Prinzip ist also analog zum Markettiming oder auch „Buy Low, Sell High“, also günstig einkaufen und zu einem hohen Preis verkaufen. Dieses Grundprinzip wird in den EVERGREEN-Fonds über dynamische Aktien- und Anleihenquoten umgesetzt.

Aktienquote Anleihenquote Kasse

Emotionaler Stress vs. Risikomanagement

Eine Schifffahrt in stürmischen Gewässern kann für Passagiere sehr stressig sein. Das Gleiche trifft auf Geldanlagen zu. Wenn die Märkte stark nach unten gehen, steigt die Angst, das angesparte Geld zu verlieren. Viele Anleger:innen steigen in solchen Momenten aus, da der emotionale Stress zu hoch ist. Es ist leichter zu sagen, dass man in solchen Phasen die Ruhe bewahren soll, als dies wirklich zu tun. Anleger:innen überschätzen ihr Durchhaltevermögen in solchen Situationen zumeist. Hat man einmal eine Fahrt in stürmischen Gewässern hinter sich, dann will man das kein zweites Mal mehr erleben. Insbesondere dann, wenn man weiß, dass man den Hafen auch angenehmer und ruhiger hätte erreichen können.

Aktives Risikomanagement ist nicht der heilige Gral, der immer nur positive Renditen ohne Risiken erzeugt. Durch die Verringerung der Schwankungen reduziert es allerdings auch den Stressfaktor in negativen Phasen. Denn es ist ein elementarer Unterschied, ob die eigene Geldanlage 10 % im Minus ist oder 30 %, denn es geht um das eigene hart erarbeitete Geld. Mithilfe von aktivem Risikomanagement steigt daher die Wahrscheinlichkeit, dass Du Deine Sparziele tatsächlich erreichst und nicht vorher den Anker wirfst.

Mehr zum Thema Risikomanagement bei EVERGREEN findest Du hier

Dieser Beitrag dient der Information und ist keine Anlageberatung und keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten. Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.