Marktkommentar April: Weniger schlechte Nachrichten
Manchmal braucht ein Markt keine guten Nachrichten. Er braucht nur weniger schlechte.
Diese Markteinschätzung ist älter als drei Monate. Zum aktuellen Marktkommentar
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Marktkommentar April | 2026
Waffenstillstand als Rohstoff
Manchmal braucht ein Markt keine guten Nachrichten. Er braucht nur weniger schlechte. Im April 2026 genügte ein zweiwöchiger Waffenstillstand zwischen Washington und Teheran, um die Stimmung zu drehen. Die Reaktion war unmittelbar: Öl brach ein, Aktien zogen an, und eine Rallye nahm Fahrt auf, die den Markt letztlich mit dem stärksten Monatsplus seit November 2020 abschloss.
Achtzehn Gewinnstriche am Stück
Der eigentliche Hauptdarsteller war ein anderer: Halbleiter. Der Philadelphia Semiconductor Index verbuchte 18 Handelstage in Folge mit Gewinnen, die längste Serie in seiner Geschichte. Nach dem Kursrückgang des Vormonats hatten sich die Bewertungen normalisiert, und starke Quartalsergebnisse zeigten, dass das Umsatzwachstum der großen Technologiekonzerne anhielt. Alphabet und Amazon überzeugten mit kräftigem Cloud-Wachstum, Intel verdoppelte seinen Kurs nach überraschend starken Zahlen. Der S&P 500 überschritt erstmals die Marke von 7.000 Punkten. Auch europäische Aktienmärkte zogen mit, blieben angesichts ihrer größeren Abhängigkeit vom Ölpreis aber hinter den US-Märkten zurück.
Der unbequeme Begleiter
Rohöl blieb der Kontrapunkt. Trotz des Waffenstillstands kletterte Brent zeitweise auf ein Mehrjahreshoch, und am Monatsende erklärte Washington, die Seeblockade der Straße von Hormuz erst bei einer atomaren Einigung aufzuheben. An den Anleihemärkten wirkte die Ölpreisentwicklung nach. Die Zinsen zehnjähriger Bundesanleihen notierten getrieben von steigenden Inflationserwartungen nahe der Drei-Prozent-Marke und zeitweise darüber. US-Staatsanleihen blieben vergleichsweise stabil. Die US-Notenbank ließ die Leitzinsen unverändert. Die Verbraucherpreise stiegen im März um 3,3 Prozent und damit weniger als erwartet, der Arbeitsmarkt zeigte sich weiterhin robust.
Die Konjunkturdaten des Aprils boten ein ermutigenderes Bild als erwartet: eine Wirtschaft, belastbarer als befürchtet. Der Ausgang im Nahen Osten blieb derweil offen.
Unsere Evergreen-Fonds
Evergreen Stable World Fund
Für den Evergreen Stable World Fund war es ein konstruktiver April. Das Aktienexposure profitierte von der breiten Markterholung und trug positiv zur Gesamtentwicklung bei. Die Anleihekomponente blieb in einem von Schwankungen geprägten Zinsumfeld begrenzt und wirkte dabei teilweise gegenläufig. Der Fonds schloss den Monat spürbar im Plus, blieb damit aber aufgrund des geringen Aktienexposures weit hinter der Erholung der Aktienmärkte zurück.
Evergreen Sustainable World Bonds
Der Evergreen Sustainable World Bonds zeigte sich im April solide. Die Entwicklung der Anleihen blieb aber deutlich zurückhaltender als die breite Markterholung der Aktienmärkte. Europäische Zinsen bewegten sich kaum in eine klare Richtung. Entspannungssignale aus der Geopolitik ließen sie sinken, steigende Energiepreise trieben sie wieder an. Dennoch schloss der Fonds den Monat positiv.
Evergreen Sustainable World Stocks
Der April 2026 war für den Evergreen Sustainable World Stocks ein historischer Monat: Die Performance war die stärkste seit Auflegung des Fonds. Kommunikations- und Technologiewerte, die zu den stärksten Sektoren des Monats zählten, lieferten erhebliche Beiträge. Da der nachhaltige Ansatz fossile Energietitel ausschließt, blieb der Fonds von der einzigen Verlierbranche des Monats verschont. Unter dem Strich entwickelte sich der Fonds deutlich positiv und besser als der breite Markt.
Tomorrow Fund
Der Tomorrow Fund entwickelte sich im April deutlich positiv und profitierte von der starken Markterholung an den Aktienmärkten. Industrietitel mit Schwerpunkt auf Energieeffizienz, Elektrifikation und Klimatechnologie lieferten starke Beiträge, ebenso Softwareunternehmen aus den Bereichen Cybersicherheit und digitale Infrastruktur. Im Monatsverlauf wurde der Fonds durch ein Rebalancing breiter aufgestellt und die Anzahl der Positionen erhöht.
Disclaimer
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