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Kinderdepot

Eltern-Guide: Über die Geldanlage für Kinder

Erfahre, warum ein Kinderdepot sinnvoll ist, Tagesgeld oft nicht reicht und wie du für Führerschein, Ausbildung oder die erste Wohnung deiner Kids sparst.

Vater hält lächelndes Kind im Arm, das aus dem Fenster in die Ferne zeigt
Inhaltsverzeichnis
  1. Kleiner Eltern-Guide: Über die Geldanlage für Kinder
  2. Warum eigentlich etwas fürs Kind anlegen?
  3. Weshalb nicht einfach nur ein Tagesgeldkonto?
  4. Was eignet sich als Anlage für Kinder?
  5. Was hat es mit den Kinderdepots auf sich?
  6. Frühstartrente – Der Staat gibt bei Kinderkonten Geld dazu
  7. Ein kleiner Beispiel-Kompass für den Start
  8. Checkliste Kinderdepot
  9. Schritt 1: Gebührenfreies Kinderdepot eröffnen
  10. Schritt 2: Strategie finden
  11. Schritt 3: Sparplan einrichten

Kleiner Eltern-Guide: Über die Geldanlage für Kinder

Wir wissen, ihr seid Eltern und habt wenig Zeit zum Lesen. Oder ihr werdet demnächst Eltern und habt vorher noch tausend Dinge zu organisieren. Deshalb fassen wir uns so kurz wie möglich. Versprochen.

Warum eigentlich etwas fürs Kind anlegen?

Naja, Kinder kosten Geld. Mit der Baby-Ausstattung geht’s schon los. Die dicken Brocken kommen natürlich, wenn es in Richtung Führerschein, Ausbildung, Auslandsjahr oder um die erste Wohnung geht. Die gute Nachricht: Wenn man früh beginnt, etwas anzulegen kann man die Zeit für sich arbeiten lassen. Die Zeit und die Rendite.

Weshalb nicht einfach nur ein Tagesgeldkonto?

Tagesgeldkonten sind gut für Geld, auf das man schnellen Zugriff haben möchte. Langfristig gesehen sind die Zinsen aber oft so gering, dass sie nicht mal die Inflation abfangen. 1 bis 2 % Tagesgeldzinsen stehen da etwa 2 % Inflation gegenüber. Aber ihr wollt ja, dass das angesparte Geld auch ein bisschen wächst. Und das geht besser, wenn ihr es in Fonds und ETFs investiert, die im Schnitt eine Renditeerwartung von 6 bis 9 % haben.

Was eignet sich als Anlage für Kinder?

Für lange Laufzeiten werden häufig breit gestreute Fonds oder ETFs empfohlen – also Anlageprodukte, die in sehr viele Unternehmen gleichzeitig investieren. Der Gedanke dahinter: Nicht auf ein einzelnes Unternehmen oder eine einzelne Aktie setzen, sondern breit streuen.

Wichtige Kriterien für eure Auswahl:

  • Breite Streuung (Nicht nur ein Land oder eine Branche)
  • Kosten im Blick (Gebühren fressen Rendite)
  • Durchhaltefähigkeit (Die beste Strategie ist die, die auch in schwierigen Phasen durchgehalten wird. Über die Länge der Zeit kann der Markt die Schwankungen auffangen.)

Was hat es mit den Kinderdepots auf sich?

Wer in Fonds und ETFs investieren will, braucht ein Depot. Ein Kinderdepot (auch Juniordepot genannt) ist ein Wertpapierdepot, das direkt auf den Namen des Kindes läuft. Deshalb kann das Kind darüber auch seinen eigenen Sparerpauschbetrag von 1.000 € nutzen. Das ist der große Vorteil. Denn: Wenn die Eltern in ihren Depots für das Kind mitinvestieren, wird auf ihre Pauschbeträge zurückgegriffen.

Frühstartrente – Der Staat gibt bei Kinderkonten Geld dazu

Die Bundesregierung plant die Förderung von Altersvorsorgedepots für Kinder mit 10 Euro monatlich ab dem 6. Geburtstag. Wichtig zu wissen: Es ist als Renten-Startkapital gedacht. Euer Kind kommt also erst an das Geld, wenn es in Rente geht. Noch ist das Gesetz nicht finalisiert, dennoch solltet ihr die Frühstartrente im Blick behalten. Wer Geld auch für Ausbildung & Co. einplanen möchte, kommt jedoch auch weiterhin nicht drumherum, selbst für das Kind anzulegen.

Ein kleiner Beispiel-Kompass für den Start

Wie könnt ihr einfach und pragmatisch anfangen? Das haben wir uns gefragt und die Antwort sollte nicht so abstrakt sein. Deshalb machen wir es am konkreten Beispiel, wie ihr bei Evergreen für eure Kids anlegen könntet. Da kennen wir uns natürlich am besten aus 😉

Und so wird aus dem Kinderdepot schnell ein gemeinsames Familienprojekt: Dank eigener IBAN können auch Familie und Freunde ganz unkompliziert mitsparen – und haben zu jedem Anlass ein sinnvolles Geschenk, das langfristig wirkt.

Checkliste Kinderdepot

Was ihr im Kopf haben solltet, wenn ihr ein Kinderdepot eröffnet:

  • Mit einem Kinderdepot können eure Kids ihren eigenen Sparerpauschbetrag nutzen. Das heißt, sie müssen auf Depoterträge bis 1.000 Euro keine Steuern zahlen. Zusätzlich kann eine NV-Bescheinigung helfen: Sie bestätigt (meist für drei Jahre), dass Euer Kind voraussichtlich unter dem Grundfreibetrag (12.096 Euro) bleibt – dann werden Erträge in der Regel ohne Steuerabzug ausgezahlt.
  • Das Geld auf diesem Depot gehört rechtlich dem Kind und darf nicht für eure eigenen Zwecke genutzt werden – auch nicht in finanziellen Notlagen. Investiert dort also nur Geld, das ausschließlich für das Kind vorgesehen ist.
  • Die Eltern verwalten das Kinderdepot bis zur Volljährigkeit. Mit 18 erhält das Kind in der Regel den vollen Zugriff.
  • Über langfristige Sparpläne kann in einem Kinderdepot auch mit kleinen monatlichen Einzahlungsbeträgen Vermögen aufgebaut werden. Übrigens, auch Oma, Opa & Co können mit einzahlen.
  • Viele Anbieter bieten mittlerweile Kinderdepots an. Vergleicht auf jeden Fall die Kosten, damit ihr beim langfristigen Investieren das Beste fürs Kind rausholt.

Schritt 1: Gebührenfreies Kinderdepot eröffnen

Dafür braucht es die Zustimmung aller Sorgeberechtigten und die Geburtsurkunde des Kindes.

Schritt 2: Strategie finden

Anhand des Anlagezeitraums und eures Risikoprofils schlagen wie euch eine Anlagestrategie vor.

Schritt 3: Sparplan einrichten

Regelmäßig etwas zur Seite zu legen ist oft der beste Start. Ein Sparplan hilft dabei, automatisch und entspannt zu investieren – zunächst auch mit kleinen Beträgen. Natürlich bleibt ihr jederzeit flexibel und könnt den Sparplan anpassen oder pausieren.

Dieser Beitrag dient der Information und ist keine Anlageberatung und keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten. Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.