Frühstartrente: Vorsorge für deine Kids
Frühstartrente: 10 Euro pro Monat vom Staat für Kinder ab 6 Jahren. Was im Gesetzentwurf steht, wer sie bekommt und ab wann. Verständlich erklärt.
Inhaltsverzeichnis
- Frühstartrente: Vorsorge für deine Kids
- Wie soll die Frühstartrente funktionieren?
- Wie ist der aktuelle Stand?
- Was ist die Idee hinter der Frühstartrente?
- Frühstartrente mit Evergreen?
- Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?
- Was passiert, wenn du kein Depot eröffnest?
- Was tun, wenn deine Kinder älter als 6 Jahre sind?
- Was daraus werden kann
- Unser Tipp
Frühstartrente: Vorsorge für deine Kids
Zum 1. Januar 2027 soll die Frühstartrente starten, eine staatlich geförderte Altersvorsorge für Kinder ab sechs Jahren. Im August 2026 hat das Bundeskabinett den Gesetzentwurf beschlossen, das parlamentarische Verfahren läuft noch.
Wie soll die Frühstartrente funktionieren?
Der Staat zahlt monatlich 10 Euro pro Kind in ein Depot, das auf den Namen des Kindes läuft. Den Anbieter suchst du selbst aus. Es muss allerdings ein sogenannter Standarddepot-Vertrag sein: die einfache Basisvariante des Altersvorsorgedepots, die jeder Anbieter der geförderten Altersvorsorge im Programm haben muss. Angelegt wird am Kapitalmarkt, zum Beispiel in Fonds.
Ans Geld kommt dein Kind erst im Alter. Der Entwurf sieht eine Auszahlung grundsätzlich nicht vor dem 65. Geburtstag vor. Bis dahin bleibt alles investiert und hat Zeit zu wachsen.
Um die Förderung selbst musst du dich nicht kümmern. Einen Antrag braucht es nicht. Die Zulagenstelle bei der Deutschen Rentenversicherung prüft den Anspruch und zahlt die 10 Euro direkt in das Depot ein. Es ist dieselbe Stelle, die schon die Riester-Zulagen abwickelt.
Wie ist der aktuelle Stand?
Am 12. August 2026 hat das Bundeskabinett den Regierungsentwurf des Frühstartrentengesetzes beschlossen. Bundestag und Bundesrat haben noch nicht entschieden. In Kraft treten soll das Gesetz zum 1. Januar 2027.
Die Förderung startet gestaffelt, Jahrgang für Jahrgang:
- Den Anfang macht der Geburtsjahrgang 2020, also die Kinder, die 2026 sechs Jahre alt werden. Für sie sollen die Zahlungen rückwirkend ab dem 1. Januar 2026 fließen.
- Danach kommt jedes Jahr der nächste Jahrgang dazu. 2027 sind es die Kinder des Jahrgangs 2021 und so weiter. Jedes Kind bekommt die 10 Euro ab dem 6. Geburtstag bis zum Monat vor dem 18. Geburtstag.
- Wer vor 2020 geboren ist, bekommt die staatlichen 10 Euro nicht. Mehrere Branchenverbände fordern, alle 6- bis 18-Jährigen einzubeziehen. Ob sich daran im parlamentarischen Verfahren noch etwas ändert, ist offen. Das ist bitter für alle Eltern größerer Kinder. Ein Kinderdepot für diese Kinder ist trotzdem möglich und sinnvoll, nur eben ohne den Beitrag vom Staat.
Was ist die Idee hinter der Frühstartrente?
Mit dem demografischen Wandel wächst das Rentenloch in Deutschland. Gerade für die Jüngsten ist es deshalb wichtig, auch privat vorzusorgen. Mit der Frühstartrente will der Staat Anreize schaffen, schon früh ein finanzielles Polster fürs Alter aufzubauen. Die Idee dahinter ist einfach: Je früher man beginnt, desto größer ist der Zinseszinseffekt.
Frühstartrente mit Evergreen?
Wir arbeiten daran, dir die Frühstartrente bei Evergreen anzubieten. Sobald es dazu Neuigkeiten gibt, erfährst du es zuerst über unseren Altersvorsorge-Newsletter.
Eine Sache solltest du dabei kennen: Unser heutiges Kinderdepot ist ein reguläres Juniordepot und kein zertifizierter Altersvorsorgevertrag. Die staatlichen 10 Euro können dort also nicht landen.
Zusammen ergeben beide trotzdem Sinn. Die Frühstartrente ist fürs Alter gedacht und bleibt bis 65 gebunden. Ein Kinderdepot ist verfügbar, wenn es gebraucht wird: für die Ausbildung, den Führerschein oder den Start in die erste eigene Wohnung. Bei Evergreen ab 1 Euro, ohne Servicegebühr, nachhaltig angelegt.
Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?
Der Gesetzentwurf nennt eine Bedingung: Das Kind muss mit erstem Wohnsitz in Deutschland gemeldet sein. In der Begründung ist zwar auch vom Besuch einer Bildungseinrichtung die Rede, im Gesetzestext selbst zählt aber der Wohnsitz.
Was außerdem feststeht:
- Steuern: Die Erträge bleiben in der Ansparphase steuerfrei. Besteuert wird erst die Auszahlung im Alter.
- Zuzahlungen: Eltern, Großeltern, Paten, alle dürfen zusätzlich einzahlen. Die Grenze liegt bei 6.840 Euro pro Kalenderjahr.
- Absetzen geht nicht: Diese eigenen Einzahlungen kannst du steuerlich nicht geltend machen.
- Kosten: Bis zum 18. Geburtstag des Kindes dürfen für den Vertrag keine Abschluss- und Vertriebskosten anfallen. Zusätzlich sind die Effektivkosten in der Ansparphase auf 1 Prozent begrenzt.
- Danach: Mit 18 geht der Vertrag in die geförderte private Altersvorsorge über, also in das Altersvorsorgedepot.
Was passiert, wenn du kein Depot eröffnest?
Der Anspruch verfällt nicht. Die 10 Euro fließen dann in eine kollektive Anlage, die die Deutsche Bundesbank verwaltet. Angelegt wird global gestreut, vor allem in Aktien und Aktienfonds. Diese Sammelanlage startet erst im Jahr nach dem 7. Geburtstag, damit Eltern genug Zeit haben, doch noch einen eigenen Vertrag zu schließen.
Später kann dein Kind das Guthaben als Startkapital in einen eigenen Vertrag übertragen, auch noch nach dem 18. Geburtstag. Nach dem Regierungsentwurf ist das bis zum 35. Geburtstag möglich. Im ersten Entwurf lag diese Frist noch bei 25 Jahren.
Eine gute Auffanglösung. Ein eigenes Depot hat aber zwei Vorteile: Du entscheidest, wer das Geld deines Kindes verwaltet, und das Guthaben gehört von Anfang an dem Kind. In der Sammelanlage bleibt es rechtlich zunächst beim Bund.
Was tun, wenn deine Kinder älter als 6 Jahre sind?
Wir würden sagen: Eigeninitiative übernehmen. Auch ohne staatliche Förderung lohnt es sich, aktiv zu werden. Denn jedes Jahr, in dem früh investiert wird, gibt dem Vermögen mehr Zeit zu wachsen, Stichwort Zinseszinseffekt. Mit einem eigenen Depot kann dein Kind zudem seinen eigenen Steuerfreibetrag nutzen. Neben dem Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro kommen der Grundfreibetrag und der Sonderausgabenpauschbetrag dazu. Zusammen sind das im Jahr 2026 bis zu 13.384 Euro an Erträgen pro Jahr, die steuerfrei bleiben können.
Übrigens, bei Evergreen kannst du auch schon mit kleinen Beträgen (ab 1 Euro) starten und individuelle Sparpläne erstellen, die jederzeit flexibel angepasst werden können. Auch Verwandte und Freunde können problemlos etwas einzahlen, wenn sie dein Kind unterstützen wollen. Wichtig zu wissen: Das Geld wird bei uns immer nachhaltig angelegt. Damit investierst du verantwortungsvoll in die Zukunft deiner Kinder.
Hinweis: Die genannten Eckpunkte basieren auf dem Regierungsentwurf des Frühstartrentengesetzes, den das Bundeskabinett am 12. August 2026 beschlossen hat. Bundestag und Bundesrat haben noch nicht entschieden. Einzelheiten können sich im parlamentarischen Verfahren noch ändern. Stand: August 2026.
Was daraus werden kann
Über zwölf Jahre zahlt der Staat insgesamt 1.440 Euro ein. Was daraus bis zum Rentenbeginn wird, hängt von zwei Dingen ab: von der Wertentwicklung am Kapitalmarkt und davon, ob noch jemand aus der Familie mitspart. Genau das haben wir in mehreren Szenarien durchgerechnet, von „nur die staatlichen 10 Euro“ bis „zusätzlich 200 Euro im Monat“.
Reicht die Frühstartrente aus? Unsere Berechnung
Unser Tipp
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Dieser Beitrag dient der Information und ist keine Anlageberatung und keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten. Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.
